Sie sind hier: StartseiteWir über unsNachrichtenWenn aus einem fremden Land ein Stück Heimat wird: Großer Patenabend des Bundessprachenamtes

Wenn aus einem fremden Land ein Stück Heimat wird: Großer Patenabend des Bundessprachenamtes

Dr. Marc Jan Eumann, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien; Oberstleutnant Potera, LGAI-Sprecher 2014; Wolfgang Steimels, Präsident Bundessprachenamt; Festredner Christoph Unger, Präsident Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe; Oberstleutnant Simons, Beauftragter für Angelegenheiten des militärischen Personals beim Bundessprachenamt (© Thomas Ströter/PIZ Personal) Lupe
Dr. Marc Jan Eumann, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien; Oberstleutnant Potera, LGAI-Sprecher 2014; Wolfgang Steimels, Präsident Bundessprachenamt; Festredner Christoph Unger, Präsident Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe; Oberstleutnant Simons, Beauftragter für Angelegenheiten des militärischen Personals beim Bundessprachenamt
(© Thomas Ströter/PIZ Personal)

Am 20. März begrüßte der Präsident des Bundessprachenamtes, Wolfgang Steimels, rund 300 geladene Gäste zum Großen Patenabend in der Offizierheimgesellschaft der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn. Im Mittelpunkt des Abends standen die vielen Bürgerinnen und Bürger aus Köln, Hürth und Umgebung, die sich ehrenamtlich als Patinnen und Paten für ausländische Lehrgangsteilnehmer engagieren und diesen bei den großen und kleinen Herausforderungen des Alltags hilfreich zur Seite stehen. Ihnen wurde ihr gesellschaftliches Engagement besonders gedankt.

Der große Patenabend ist alljährlich der gesellschaftliche Höhepunkt für das Bundessprachamt und findet zu Ehren der Patinnen und Paten der rund 60 ausländischen Lehrgangsteilnehmer des Lehrgangs Generalstabs-/ Admiralstabsdienst International (LGAI), die in Hürth Deutsch als Fremdsprache erlernen, statt. In diesem Lehrgang stellen sich Soldaten aus 34 Nationen der Herausforderung Deutsch und damit eine - zugegebenermaßen - nicht ganz einfache Fremdsprache zu lernen.

Eine erfolgreiche Sprachausbildung hat viele Mütter und Väter: Nur gemeinsam gelingt, was über die reine Sprachvermittlung hinausgeht, dass aus Verständigung Verständnis wird. Es braucht Menschen, die die im Unterricht gelernten Begriffe mit Leben füllen. Genau darum kümmern sich die Patinnen und Paten, die darüber hinaus bei den kleinen und großen Sorgen des Alltags wie Kontoeröffnung oder Kinderbetreuung helfend zur Seite stehen. Sie öffnen für ihre "Patenkinder" ihre Türen und Herzen weit und bieten menschliche Wärme und Nähe. Mit ihrem sehr persönlichen Engagement tragen sie Sorge dafür, dass den Lehrgangsteilnehmern das fremde Land Deutschland zu einem Stück Heimat wird.

"Für diesen Einsatz danke ich Ihnen als Präsident des Bundessprachenamtes, aber auch ganz persönlich.", sagte Wolfgang Steimels, "denn das Bild eines Landes prägen zu allererst die Menschen."

Zu Ehren der Patinnen und Paten hatten sich viele hochkarätige Gäste aus dem Bundesministerium der Verteidigung, der Bundeswehr und der Politik sowie Vertreter mehrerer Botschaften in Köln-Wahn eingefunden. Die diesjährige Festrede stand ganz im Zeichen des Bevölkerungsschutzes als globaler Herausforderung. Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, machte in seiner Rede deutlich: "Solange 60 % der Bevölkerung glauben, dass sie zwei Wochen ohne Strom auskommen, gibt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Bevölkerungsschutz ist ein Thema, das alle angeht, und ein Exportschlager ist er außerdem." So helfe sein Amt zum Beispiel Brasilien bei den Vorbereitungen für die im Juni 2014 beginnende Fußballweltmeisterschaft. Präsident Unger war aber nicht nur als diesjähriger Festredner zu Gast, sondern auch weil er selbst mit gutem Beispiel vorangegangen ist und einen Lehrgangsteilnehmer als Pate mit Rat und Tat unterstützt.

"Sie helfen uns sehr, das Gelernte in der Praxis anzuwenden", sagte der Lehrgangssprecher aus dem Kosovo und dankte in seiner Rede schließlich nicht nur den Patinnen und Paten, sondern auch den Sprachlehrerinnen und -lehrern, die im Unterricht nicht nur "trockene Grammatik" lehren, sondern den Unterrichtsstoff immer auch im Zusammenhang mit der deutschen Kultur und zeitgeschichtlichen Aspekten vermitteln. Viele der Gäste dürften sich bei seinen Worten "ausreichend mit Hausaufgaben für die Nachmittage und Wochenenden versorgt zu werden", an die eigene Schulzeit erinnert haben.

Für die musikalische Untermalung des Abends sorgte in diesem Jahr zum ersten Mal die Jazz-Combo des Heeresmusikkorps Koblenz und lieferte einen schwungvollen musikalischen Rahmen für die Veranstaltung.

zusätzliche Bilder

Präsident Steimels dankte den Patinnen und Paten für ihr Engagement Lupe
Präsident Steimels dankte den Patinnen und Paten für ihr Engagement
(© Thomas Ströter/PIZ Personal)
Oberstleutnant Potera, Sprecher des LGAI 2014, dankte in seiner Rede den Patinnen und Paten und Sprachlehrerinnen und Sprachlehrern Lupe
Oberstleutnant Potera, Sprecher des LGAI 2014, dankte in seiner Rede den Patinnen und Paten und Sprachlehrerinnen und Sprachlehrern
(© Thomas Ströter/PIZ Personal)
Festliche Stimmung im großen Saal Offizierheim Köln-Wahn (© Thomas Ströter/PIZ Personal) Lupe
Festliche Stimmung im großen Saal Offizierheim Köln-Wahn
(© Thomas Ströter/PIZ Personal)
Jazz- und Latinstandards zum Genießen! Musikalische Begleitung des Abends durch die Jazz-Combo des Heersmusikkorps Koblenz Lupe
Jazz- und Latinstandards zum Genießen! Musikalische Begleitung des Abends durch die Jazz-Combo des Heersmusikkorps Koblenz.
(© Tim Grommes/Luftwaffe)


Stand vom 27.03.2014 | Text: Steffen Thiele/Bundessprachenamt | Fotos: Thomas Ströter/PIZ Personal; Tim Grommes/Luftwaffe