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Parlamentarischer Staatssekretär Schmidt in Begleitung des Bundestagsabgeordneten Zylajew zu Besuch im Bundessprachenamt

Parlamentarischer Staatssekretär Schmidt in Begleitung des Bundestagsabgeordneten Zylajew zu Besuch im Bundessprachenamt Lupe
(V. l. n. r.) Präsident Steimels, Parlamentarischer Staatssekretär Schmidt, Bundestagsabgeordneter Zylajew

Er freue sich, dass das Bundessprachenamt als großer Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes nur geringfügig von den Reduzierungsmaßnahmen der Bundeswehr betroffen ist, betonte MdB Zylajew. Dass dies insbesondere auf die internationale Auftragserfüllung der Bundeswehr zurückzuführen ist, machte Präsident Steimels bei der Vorstellung der Besonderheiten seiner drei Abteilungen deutlich.

Die Abteilung „Zentrale Angelegenheiten“ leiste mit einem bemerkenswert geringen Personalansatz von lediglich 9&xnbsp;Prozent des Gesamtpersonals Beachtliches: Sie stellt nicht nur die Betreuung der rund 20.000 Lehrgangsteilnehmer pro Jahr aus rund 60&xnbsp;Ländern sicher, sondern betreut beispielsweise auch die derzeit 58&xnbsp;Telearbeitsplätze, mit denen das Bundessprachenamt im ressortübergreifenden Vergleich Vorreiter und Aushängeschild bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist. Mit ihrem großen Aufgabenbereich ist die Abteilung „Zentrale Angelegenheiten“ der Dienstleister für den personellen und materiellen Unterstützungsbedarf der beiden Fachabteilungen „Sprachausbildung“ und „Sprachmittlerdienst“.

Die Sprachausbildung am Bundessprachenamt ist, wie Präsident Steimels erläuterte, nicht vergleichbar mit dem Angebot des freien Marktes. Immerhin unterrichtet das Bundessprachenamt bis zu 48 Sprachen. Da der Sprachunterricht ganz gezielt auf die Bedürfnisse der Lehrgangsteilnehmer ausgerichtet ist, werden auch die Lehr-, Lern- und Prüfmaterialien am Bundessprachenamt speziell entwickelt. So groß wie die Bandbreite der Lehrgangsteilnehmer aus der Bundeswehr und anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes ist, so groß ist auch das Spektrum der fachsprachlichen Lehrgänge und Unterrichtsmedien. Es liegt auf der Hand, dass ein Eurofighter-Pilot andere Vokabeln lernen muss als ein Patrouillenführer im Auslandseinsatz. Grundsätzlich liegt der Unterrichtsschwerpunkt bei der tätigkeitsbezogenen fremdsprachlichen Kommunikationsfähigkeit, die nicht zuletzt mit modernen Medien vermittelt wird, wie dem am Anfang erwähnten Prototyp einer App mit einem Kurzsprachführer Dari, die entwickelt wurde, damit Bundeswehrsoldaten im Afghanistaneinsatz u. a. wichtige Redewendungen abrufen können.

Auch die Abteilung „Sprachmittlerdienst“, deren Aufgabenspektrum vom Übersetzen über das Dolmetschen bis zur Terminologiearbeit reicht, konnte mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. Übersetzt werden dort Fachtexte in und aus über 25 Sprachen. Darüber hinaus wurden allein im letzten Jahr rund 20.000 Stunden gedolmetscht. Die von den Terminologen erstellte Datenbank LEXIS enthält 1,4 Millionen Fachbegriffe in zehn Sprachen. „Dieses elektronische Wörterbuch steht“, wie Präsident Steimels erklärte, „allen Bundeswehrangehörigen auf der Startseite des Bundessprachenamtes online zur Verfügung und kann außerdem bundeswehrintern auf CD bestellt werden.“

Angesichts dieser Fülle interessanter Informationen sagte Staatssekretär Schmidt zu, bei Gelegenheit wiederzukommen, um weitere, detailliertere Informationen über das Bundessprachenamt zu erhalten.



Stand vom 17.10.2012 | Text: Andrea Maushagen/BSprA, Foto: Linda Woitha/BSprA