Dienstältester Offizier des Bundessprachenamtes erinnerte an Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terrorismus

Der Dienstälteste Offizier beim Bundessprachenamt in Hürth, Oberstleutnant Mathias Köhler, hielt am Sonntag anlässlich des Volkstrauertages am Ehrenmal in Hürth-Hermülheim eine Rede zum Gedenken an die Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terrorismus. Köhler, der die rund 700 Soldatinnen und Soldaten beim Bundessprachenamt führt, legte dabei auch einen Schwerpunkt auf die Herausforderungen durch den weltweiten Terrorismus. Deutschland, so Köhler, habe laut Präambel des Grundgesetzes den Auftrag, dem Frieden in der Welt zu dienen. Deshalb dürfe man nicht vor den Herausforderungen kapitulieren, die der Terrorismus mit sich bringe. Nach Auffassung des 57jährigen Offiziers müsse man vielmehr darüber nachdenken, wie man den Frieden in der Welt auch unter diesen neuen Bedingungen sichern könne, sagte er im Rahmen der Gedenkveranstaltung der Ortsgemeinschaft Hürth-Hermülheim.
Als einen wichtigen Beitrag zur Verständigung und Versöhnung bewertete Köhler die Teilnahme von ausländischen Soldaten an der Gedenkveranstaltung, die zurzeit im Bundessprachenamt Deutsch lernen. Unter anderem nahmen Soldaten aus Afrika, Asien und dem Balkan am Gedenken teil. Auch für sie sei der in Deutschland begangene Volkstrauertag eine Gelegenheit zum Erinnern an Gefallene und Opfer in ihrer Heimat, so Köhler. Denn viele Staaten, aus denen diese Soldaten stammen, sind ebenfalls an Friedenseinsätzen beteiligt und manche sogar selbst von Konflikten betroffen.
