Sie sind hier: StartseiteWir über unsNachrichtenJahrestagung der Schwerbehinderten des Bundessprachenamtes

Jahrestagung der Schwerbehinderten des Bundessprachenamtes

Gesprächspartner auf der Schwerbehindertenversammlung 2008: Frau Marlies Wendt vom Integrationsamt Köln, Präsident Wolfgang Steimels, der Stellvertreter der Vertrauensperson der Schwerbehinderten André Bredemeier, die Vertrauensperson Johannes Schwarz und LRDir Michael Heitfeld von der Hauptschwerbehindertenvertretung beim BMVg (v.l.n.r.). Foto: Bundessprachenamt/Linda Woitha.Lupe
Gesprächspartner auf der Schwerbehindertenversammlung 2008: Frau Marlies Wendt vom Integrationsamt Köln, Präsident Wolfgang Steimels, der Stellvertreter der Vertrauensperson der Schwerbehinderten André Bredemeier, die Vertrauensperson Johannes Schwarz und LRDir Michael Heitfeld von der Hauptschwerbehindertenvertretung beim BMVg (v.l.n.r.).
Foto: Bundessprachenamt/Linda Woitha.

Die Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen im Bundessprachenamt, Johannes Schwarz, führte am 23. Oktober 2008 die Jahresversammlung der Schwerbehinderten und gleichgestellten Personen im Bundessprachenamt in Hürth durch. Insgesamt rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Zentrale in Hürth wie auch aus dem dezentralen Bereich sprachen hier über die Belange der Schwerbehinderten und gleichgestellten Personen.

In seinem Tätigkeitsbericht hob Johannes Schwarz hervor, dass im Bundessprachenamt in Hürth derzeit mindestens 48 Schwerbehinderte und vier gleichgestellte Personen tätig seien. Im dezentralen Bereich des Bundessprachenamtes sind darüber hinaus mindestens 16 weitere Schwerbehinderte und zwei Gleichgestellte tätig. Genaue Zahlen lagen Schwarz bis zur Tagung noch nicht vor, er schätzt aber eine Gesamtzahl von 85 Schwerbehinderten und Gleichgestellten im gesamten Sprachenamt. "Dies sind immerhin zwischen 7 und 8 Prozent der gesamten Belegschaft", so Schwarz. In letzter Zeit sei der Anteil der Schwerbehinderten am Gesamtpersonalumfang jedoch tendenziell gesunken, erläuterte Schwarz. Dies liege vornehmlich daran, dass einige Schwerbehinderte aus dem Dienst ausgeschieden sind und insgesamt Stellen seltener nachbesetzt würden.

Die Vertrauensperson der Schwerbehinderten, Johannes Schwarz, bei seinem Tätigkeitsbericht. Lupe
Die Vertrauensperson der Schwerbehinderten, Johannes Schwarz, bei seinem Tätigkeitsbericht.
Foto: Bundessprachenamt/Linda Woitha.
Die infrastrukturelle Verbesserung für die Schwerbehinderten sei im Bundessprachenamt noch nicht befriedigend. Zwar würde derzeit ein neuer Aufzug fertiggestellt. Dessen Planung habe sich aber über zweieinhalb Jahre hingezogen. Positiv sei, dass Sprachenamt eine weitere Rampe sowie eine Toilette für Gehbehinderte erhalten habe. Gleichwohl müsse an einigen Baumaßnahmen aus seiner fachlichen Sicht noch nachgebessert werden. Offen sei derzeit vor allem noch eine Lösung, mit der die Schwerbehinderten Zugang zum oberen Stockwerk der Turnhalle bekommen können. Verbesserungen erwarte Schwarz vor allem durch den bald existierenden Parkplatz unweit der Druckerei, der die Parkplatzsituation auf dem Gelände insgesamt entspannen und die Wege für die Menschen mit Behinderungen verkürzen könne.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schwerbehindertenversammlung 2008. Lupe
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schwerbehindertenversammlung 2008.
Foto: Bundessprachenamt/Linda Woitha.
Das Bundessprachenamt, so Johannes Schwarz, müsse insgesamt weiter an der Verbesserung der Situation für Behinderte arbeiten, nicht zuletzt auch mit Blick auf Lehrgangsteilnehmer mit Behinderungen. "Derzeit gibt es in der Bundeswehr nach meiner Kenntnis rund 500 schwerbehinderte Soldatinnen und Soldaten. Es ist wahrscheinlich, dass einige von ihnen auch einen Sprachkurs in Hürth besuchen werden - und es ist unsere Aufgabe, auch ihnen eine geeignete Unterkunft zu bieten", so Schwarz. Schwarz appellierte abschließend für eine weitere Beachtung der Belange behinderter Kolleginnen und Kollegen im Bundessprachenamt. "Wir müssen uns bewusst sein: Jeder kann jederzeit schwerbehindert werden".

Präsident Wolfgang Steimels, der an der gesamten Veranstaltung teilnahm, dankte Johannes Schwarz und Stellvertreter André Bredemeier für ihre Arbeit. Die stetige Ermahnung zu Verbesserungen sei aus seiner Sicht ausgesprochen wichtig. Er schätzte auch die positiven Signale, die Johannes Schwarz insgesamt gesendet hatte. "Ich möchte das hier in aller Klarheit sagen: Die Interessen und Anliegen der Schwerbehinderten und gleichgestellten Personen liegen mir als Präsident sehr am Herzen", so Steimels. "Wenn behinderte Kolleginnen und Kollegen ein Problem haben, können Sie sich über ihre Abteilungsleiter sowie Herrn Schwarz auch jederzeit an mich wenden, damit wir gemeinsam eine Lösung finden."

Präsident Steimels begrüßte persönlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Schwerbehindertenversammlung. Lupe
Präsident Steimels begrüßte persönlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Schwerbehinderten- versammlung.
Foto: Bundessprachenamt/Linda Woitha.
Präsident Steimels warb aber auch für Verständnis, dass er als Präsident nicht über Nacht Verbesserungen umsetzen könne. "Manches können wir selbst verbessern", so Steimels, "bei anderen Dingen sind wir aber auf Unterstützung anderer angewiesen". Er führte an, dass es beispielsweise durch Beschränkungen in der zur Verfügung stehenden Anzahl von Telearbeitsplätzen und Leitungskapazitäten immer wieder zu Engpässen komme und Bewilligungen nicht erteilt werden könnten. "Wichtig ist mir aber, dass Behinderungen einen ausgesprochen wichtigen Sachgrund darstellen, den wir bei der Prüfung von Telearbeitsplätzen berücksichtigen müssen".

Marlies Wendt vom Integrationsamt Köln verwies in ihrem Redebeitrag darauf, dass das Bundessprachenamt in ihrem Amt ein völlig unbeschriebenes Blatt sei. Ihr sei noch kein einziges Kündigungsverfahren im Bundessprachenamt gegen einen Schwerbehinderten bekannt. "Das spricht doch für ein sehr gutes Klima im Bundessprachenamt", so Frau Wendt.

Michael Heitfeld von der Hauptschwerbehindertenvertretung verwies in seinem Redebeitrag auf aktuelle Entwicklungen des SGB IX, des Alterszeitanpassungsgesetzes und berichtete über die Folgen von Strukturanpassungen und Weiterqualifizierungen für Menschen mit Behinderungen. Er informierte darüber hinaus über die Ergebnisse einer Befragung, nach der der Informationsstand vieler Schwerbehinderter in der Bundeswehr über ihre Rechte noch unzureichend sei und verbessert werden sollte. Er warb insbesondere für eine Teilnahme der Schwerbehinderten und gleichgestellten Personen am Angebot des Behindertensports in der Bundeswehr.

Frau Marlies Wendt vom Integrationsamt Köln und Präsident Wolfgang Steimels machen sich Notizen während der Diskussion. Lupe
Frau Marlies Wendt vom Integrationsamt Köln und Präsident Wolfgang Steimels machen sich Notizen während der Diskussion.
Foto: Bundessprachenamt/Linda Woitha.
Abschließend unterrichtete Herr Zörner von der Fürsorgestelle des Rhein-Erft-Kreises aus Bergheim über sein Leistungsangebot. Er sei zuständig für die angemessene Ausstattung der Arbeitsplätze von Behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und warb darum, dass sich betroffene Kolleginnen und Kollegen mit ihm in Verbindung setzen.



Stand vom 27.10.2008 | Text: Pressestelle W.Sender | Fotos: L.Woitha